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Wildlife Action Group - Malawi
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Nachrichten 2011+2012

Thuma Telegraph



Die deutschen Übersetzungen des W.A.G. Malawi Thuma Telegraph (monatlicher Newsletter von Lynn Clifford) finden Sie hier bei Rettet die Elefanten Afrikas e.V..

Dezember 2011 - Grußwort WAGI Rundbrief 2011

Liebe Wildlife Action Group International Mitglieder und Freunde,

Georg Kloeble

Sie konnten sicherlich die vielen beunruhigenden Berichte über die Zunahme der Wilderei von Nashörnern und Elefanten in Afrika in den vergangenen Monaten in den Medien verfolgen. Auch in Malawi ist die größte Bedrohung für die Elefanten noch immer die illegale Jagd nach Elfenbein.

Im Thuma Forest Reserve wurden in den letzten 12 Monaten acht gewilderte Elefanten aufgefunden und WAG Malawi arbeitet für noch effizienteren Schutz der Gebiete. Die Aktivitäten beinhalten nicht nur die Reduzierung der Wilderei durch Einsatz noch intensiverer Antiwilderei‐Patrouillen, sondern auch die Förderung von Umweltbildung in den umliegenden Gemeinden und Schulen.

Unkontrollierte, illegale Aktivitäten in den Thuma und Dedza‐Salima Wald Reservaten (vor allem Wilderei und illegaler Holzeinschlag für Feuerholz bzw. Holzkohle) drohen diese für die Region so wichtigen und wertvollen Lebensräume zu zerstören, weshalb die Arbeit und Präsenz der WAG Scouts so wichtig ist.

Während auch der Handel mit Wildtieren in Vietnam noch immer blüht, konnten wir in diesem Jahr zusammen mit den Forstbehörden der Thanh Hoa Provinz in Vietnam durch die Verbesserung von Schutzmaßnahmen und Strafverfolgung erste Erfolge erzielen und ein Anzahl von Wildtieren wurden beschlagnahmt und gerettet. Einige brauchen nun viel Pflege, bevor sie wieder ausgewildert werden können.

Alle von uns unterstützten Projekte sind auf finanzielle Hilfe angewiesen. Obwohl die meisten Menschen erkennen, dass Aktivitäten, wie das Starten von Mikro‐Projekten in den Dörfern, das Aufstellen von Elektrozäunen, um Elefanten von den Feldern der Dorfbevölkerung fernzuhalten oder Umweltbildungs‐ projekte in Schulen extrem wichtig für den Erhaltung von Natur und Artenreichtum sind, ist es schwierig, Mittel für die Bezahlung von lokalen Mitarbeitern, deren Engagement aber entscheidend für die praktische Umsetzung all dieser Arbeit ist, zu sichern. In Thuma zum Beispiel, sind im Moment nur 7 der 12 Wildhütergehälter für das nächste Jahr gesichert und wir hoffen, das bald ändern zu können.

Wir möchten uns ganz, ganz herzlich für Ihre Unterstützung im vergangenen Jahr bedanken. Sie hat unsere Arbeit möglich gemacht. Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches und gesundes Neues Jahr.

Mit freundlichen Grüßen, Georg Kloeble

-> komplette WAGI Rundbrief (pdf)

Mai 2011 - Auszug aus dem WAGI Rundbrief 2011 - Bericht von WAG Malawi

Liebe Wildlife Action Group International Mitglieder und Freunde,

durch die neue Projekt‐ Managerin Lynn erhalten wir nun wieder regelmäßig Neuig‐ keiten über die Aktivitäten im Thuma Waldreservat, die wir gerne an Sie weitergeben möchten. Hier ein Auszug aus den Berichten:

"Am 11. Januar entdeckten wir einen toten Elefanten in Thuma. Ein ehemals prachtvolles 20+ jähriges Tier, das bereits im Dezember gewildert wurde. Das einzige, was entfernt wurde, waren die Stoßzähne!

Lynn Clifford

Lynn Clifford und WAG Malawi Scouts in Thuma F.R.

Ich bin mir nicht sicher, ob Ihnen bekannt ist, dass im Dezember 2010 zwei Männer an einem Flughafen in Kenia mit 92 kg illegaler Rohelfenbein festgenommen wurden! Beide Männer waren von Lilongwe (Malawi) aus nach Kenia mit dem Elfenbein in 4 Koffer gereist! Erstaunlich ist, dass mir dies durch einen Bekannten aus Kamerun noch am selben Tag mitgeteilt wurde. Das Malawische Amt für Nationalparks wusste noch nichts darüber !!!??? Aber inzwischen ist WAG Malawi davon informiert worden, dass die Sicherheitskontrollen am Flughafen Lilongwe verstärkt wurde! Zu spät für einige Elefanten Malawis! Aber besser spät als nie. Dies wirft aber auch die Frage auf, ob das Elfenbein auch von unseren Thuma‐Elefanten ist?! Ein schrecklicher Gedanke!"

Dies ist eine Zeichnung eines Kindes aus der örtlichen Schule, in der die WAG Malawi aktiv Umweltbildung betreibt. Wir waren stolz und erstaunt über die großartigen Zeichnungen, die belegen, dass unsere Aktion erfolgreich ist.

Kinderzeichnung

Als wir ankamen, fragten wir die Schüler, was sie über Elefanten denken und alle von ihnen gaben zur Antwort, dass Elefanten Menschen töten! Nach zwei Tagen mit ihnen, haben wir sie gebeten, etwas über das, was sie gelernt hatten, zu malen ../.. und die meisten der Zeichnungen handelten nun vom Thema „Töte keine Elefanten und fälle keine Bäume“ .

Wir werden diese Schule weiterhin mit Schulmaterial unterstützen und unser Programm weiter betreiben. Es wurde dort auch bereits ein „Wildlife Club“ gegründet." Alle Zeichnungen der Kinder können Sie hier finden.

Der Elektrozaun funktioniert noch immer gut. Jedoch wurden in den letzten Monaten Felder weiter südlich in Richtung Dedza‐Salima Waldreserva, von Elefanten geplündert. Die Felder von über 30 Familien wurden stark in Mitleidenschaft gezogen und fast die gesamte Ernte beschädigt. Die Malawischen Behörden wurden daraufhin von der Bevölkerung um Unterstützung gebeten, um die Elefantenherde wieder in das Naturschutzgebiet zurückzutreiben. Jedoch waren diese innerhalb weniger Tage wieder in den Feldern! WAG‐Scouts unterstützen nun die Wildlife‐Ranger bei ihrer Arbeit, die Elefanten aus den Feldern zu treiben.

Die Bevölkerung von Ndola ist sehr unglücklich. Sie haben sich nicht nur bei den entsprechenden Ämtern beschwert, sondern sprachen auch mit einer überregionalen Zeitung. Dies ist der gleiche Ort, in dem wir vor ein paar Monaten einige Leute, die im Besitz von Elefantenfleisch waren, verhafteten.

Die Elefanten lernen schnell und halten sich nun oft am Südende des bisher installierten Elektrozaunes, nahe des Linthipe‐Flusses, auf. Einige Bullen haben gelernt, um den Zaun herum zu laufen und die Felder des Dorfes Imphize und Umgebung zu zerstören. Auch dorthin wurde nun ein Rancher geschickt! Während im Dedza‐Salima Waldreservat auf den täglichen Kontrollgängen noch immer Anzeichen von Wilderei und Abholzung, wie z.B. das illegale Sägen von Brettern entdeckt werden, hat es in der Kernzone von Thuma im letzten Monat keine neuen Anzeichen von Wilderei gegeben. Nicht einmal Fußspuren und auch keine Schüsse.

Die Elefanten halten sich im Moment nachts oft in der Nähe unsere Camps auf und während unserer täglichen Patrouillen finden wir Zeichen von großen Herden. Auch eine größere Büffelherde wurde mehrmals gesehen. "

WAGI bietet bereits finanzielle Unterstützung für die Wartung und benötigte Ersatzteile oder Geräte für den bestehenden Elektrozaun, sowie für die Bezahlung der Gehälter zweier Zaunarbeiter. Aber die Entwicklung der letzten Monate zeigt, dass es dringend notwendig ist, den Elefantenzaun um 24 km in den Süden des Schutzgebieten zu erweitern.

WAGI versprach Unterstützung bei der Mittelbeschaffung für diesen Zaun. Dies ist eines unserer wichtigsten Ziele für die nächsten Monate!

Bitte unterstützen auch Sie die Zaunerweiterung und schützen damit die Thuma-Elefanten und gleichzeitig die lokale Bevölkerung

Unser Spendenkonto lautet: 30 11 801
bei der Volksbank‐Raiffeisenbank Mangfalltal‐Rosenheim eG, BLZ 711 600 00
For international bank transfer please use the following codes:
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LAGA Director Ofir Doiri über seinen THUMA Besuch im Oktober 2010

Für den Bericht (englisch) über den Besuch bitte hier klicken.

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