Die Wildlife Action Group (WAG) ist eine regierungsunabhängige Organisation, die unter Co-Verwaltung zwei staatliche Schutzgebiete betreut: Das Dedza Salima Reserve und das Thuma Forest Reserve. Die Schutzgebiete liegen in der Zentral-Region Malawis, zwischen der Hauptstadt Malawis Lilongwe und dem Lake Malawi im Großen Afrikanischen Grabenbruch. Die beiden Waldreservate bedecken eine Fläche von ca. 500 km ².
Im Allgemeinen ist die Topographie ziemlich hügelig. Die Hänge sind steil, aber zwischen den Erhebungen gibt es auch flachere Landstriche. Die höher gelegenen Zonen der Schutzgebiete sind mit tropischen Brachystegia-Bäumen als Waldsavannen (Miombo) bewachsen. Die tiefer gelegenen Zonen dagegen bestehen aus niederwüchsigen Mischwäldern, die z. T. mit Bambus bewachsen sind. Entlang der vielen Bäche und Flüsse innerhalb des Thuma Reservats, kann der Lebensraum als Auwald charakterisiert werden. Beide Reservate erfüllen für die Region eine wichtige Funktion als Wassereinzugsgebiet.
Die Thuma und Dedza-Salima Waldschutzgebiete gehören zu den wenigen Naturschutzgebieten in Malawi, die den Afrikanischen Elefanten und den Büffeln noch Unterschlupf geben können. Zum weiteren Großwild dort gehören Kudus, Buschböcke, Paviane, Meerkatzen, Leoparden, Afrikanische Zibetkatzen, Tüpfelhyänen, Ginsterkatzen, Warzenschweine, Busch-Schweine und Stachelschweine sowie eine Reihe kleinerer Antilopen. Aber Thuma ist nicht nur wegen dieser Säugetiere so interessant. Es gibt eine Vielzahl von Bäumen und Pflanzen, Vögel, Insekten und anderen Tieren. Diese Biodiversität macht die beiden Reservate zu einem wertvollen Schatz für Malawi.
Die unmittelbare Bedrohung für die meisten Elefanten-Populationen in Malawi ist die illegale Jagd auf das Elfenbein. Die W.A.G Malawi arbeitet sehr eng mit der DNPW (Department of National Parks and Wildlife) und anderen staatlichen Stellen zusammen um die Gesetze gegen das Wildern effektiv durchzusetzen. Mit diesen Aktionen sollen nicht nur illegalen Jagden verfolgt, sondern auch eine abschreckende Wirkung erzielt werden um damit Wilderei und illegaler Handel von vorneherein zu unterbinden.
Allerdings führen nach wie vor unkontrollierte illegale Aktivitäten in beiden Reservaten (vor allem Wilderei, Köhlerei und die illegale Ernte von Bambus und Holz) zu einer ernsten Bedrohung dieser wertvollen Lebensräume und der Umwelt-, Tier- und Elefantenschutzmaßnahmen. Deshalb ist die Arbeit und Präsenz unserer Scouts für die Region und Malawi so wichtig!
Die meisten NGO's nutzen ihre Gelder beispielsweise zur Weiterfinanzierung von Teil-Projekten in den Dörfern, für das Aufstellen von elektrischen Schutz-Zäunen, zur Finanzierung von GPS-Systemen zu Kartierungszwecken oder Ähnlichem. Die meisten Menschen erkennen, wie wir selbstverständlich auch, dass diese Sachleistungen eine große Bedeutung für den Naturschutz haben. Dagegen fehlen aber oftmals schlicht die Gelder zur Bezahlung der Mitarbeiter, die diese Sachleistungen einsetzen, also die eigentliche Arbeit machen sollen.
Die Kernaufgabe der Scouts und des Field-Staffs ist der wertvollste Tierschutzbeitrag, weil es die eigentliche Voraussetzung für alles Andere ist. Kernaufgabe ist die Natur in den Schutzgebieten zu sichern und zu bewahren. Teil-Projekte und exakte Karten sind natürlich völlig nutzlos, wenn gleichzeitig die Tierwelt niedergewildert wird, weil es an Schutzpersonal fehlt.
Wir hoffen, dass dieses Programm Ihr Interesse geweckt hat. Helfen Sie uns bei der Erhaltung der einzigartigen Tier-und Pflanzenwelt Malawis.
Vielen Dank für Ihren Besuch auf unserer Website, Lynn Clifford, Field Manager
Grußwort Thuma Telegraph Februar 2012 (englisch
Grußwort Georg Kloeble WAGI Rundschreiben Dez. 2011
Grußwort Thuma Telegraph Dezember 2011 (englisch)
Artikel über WAG Malawis Arbeit im International Lifestyle Magazine Feb. 2012 (pdf)
Auszug aus dem WAGI Rundbrief vom Mai 2011 - Bericht von WAG Malawi