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Wildlife Action Group - Malawi
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"All working in Thuma Forest Reserve are true wildlife heros - they deserve to be honoured and trusted!!! More than any of the big names in Wildlife Protection - I would put my hand in the fire for Lynn and her team!" (Georg Kloeble)

Projekte

Thuma Forest Reserve

Das derzeitige Hauptaugenmerk der Wildlife Action Group liegt auf dem "Projekt zur Erhaltung des Ökosystems im Thuma Waldreservat". Ziel des Projektes ist sowohl der Schutz von Flora und Fauna in Thuma als auch die Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichtes in und um Thuma in Zusammenarbeit mit der hiesigen Bevölkerung.

Tumaele

Seit 1926 ist Thuma anerkanntes Naturschutzgebiet und umfasst eine Fläche von 19700 ha (197 km²), gelegen im Tal des Ostafrikanischen Grabenbruchs am Malawisee, etwa 80 km entfernt von Malawis Hauptstadt Lilongwe.

Der Höhenunterschied des Thuma Waldreservates liegt zwischen 575 und 1550 Meter (Thuma Mountain) über NN.

Etwa im Zentrum des Reservats, in 150 Meter Höhe, liegt eine Hochebene mit einem Durchmesser von etwa 5 bis 6 km, die von Hügeln und Felsformationen gesäumt ist. Das Plateau selbst, zum Teil durchfurcht von 100 Meter tiefen, Wasser führenden Schluchten, bietet weite Weideflächen für Grasfresser. An mehreren Stellen, gibt es natürliche Mineralsalz-Vorkommen (Salt Licks), die die Tiere von weit her anziehen.

Die eher schroff beschaffene Oberfläche reicht in ihrer Vegetation von Brachystegia Waldgebieten (Miombowald) in den Höhenlagen bis hin zu Mischwald und beträchtlichen Bambusbeständen in den niedrigeren Lagen.

Thuma ist eines der wenigen Reservate, in denen noch Elefanten und Büffel leben. Anderes Wild sind der Große Kudu, Buschbock, Pavian, Grünmeerkatze, Galago, Hyäne, Genet, Zibetkatze, Warzenschwein, Wildschwein sowie eine Vielzahl kleinerer Antilopen wie Steinböckchen, Kronenducker oder Klippspringer.

Neben diesen Säugetieren ist Thuma außerdem interessant aufgrund einer Vielzahl an Baum- und Pflanzenarten, Vögeln und Insekten, die bisher noch nicht aufgezeichnet und beobachtet wurden.

Gegen die Wilderei

Massive Bedrohung der Tier- und Pflanzenwelt Afrikas

Der Bestand von Tieren und Pflanzen in Thuma litt wie in vielen anderen Naturschutzgebieten Malawis unter den Auswirkungen von Wilderei, der Baumrodung zur Produktion von Holzkohle, Bau- und Brennholz  sowie dem illegalen Bambusabbau. Diese illegalen Eingriffe in die Natur bedrohen die Tier- und Pflanzenwelt Afrikas massiv.

In Zusammenarbeit mit dem Forstwirtschaftministerium Malawis nahm die Wildlife Action Group im August 1996 die Arbeit am Projekt zur Erhaltung des Ökosystems im Thuma Waldreservat auf.

Ein Camp für die Scouts und Freiwilligen wurde errichtet, mehr als 35 km Straßen und Wege für Streifgänge wurden gebaut und über 2.500 Schlingfallen wurden seither beschlagnahmt. 50 Fallgruben für Elefanten und Büffel konnten wieder gefüllt werden. Aufgrund permanenter Patrouillen konnten mehrere Wagenladungen illegalen Brennholzes konfisziert werden. Die umliegenden Ortschaften beziehen ihren Bambus nun vorrangig auf legalem Weg, und somit konnten die öffentlichen Einnahmen um 1,4 % gesteigert werden.

Bis heute ist diese Arbeit nicht einfach, doch wir sind auf dem richtigen Weg: Das Thuma Waldreservat ist heute ohne Zweifel eines der am besten geschützten Waldreservate in Malawi. Um die hundertprozentige Arbeitseffizienz zu gewährleisten, legt W.A.G. großen Wert auf die Ausbildung seiner Wildhüter. 2006 erreichte W.A.G. das Ziel für jeweils 15 km² Waldreservat einen Scout zur Verfügung zu haben, was einem sehr hohen Niveau zum Schutz entspricht, wenn man es mit den meisten anderen Schutzgebieten Afrika's vergleicht.

Und unsere Scouts verbringen ihre Arbeitszeit tatsächlich im Busch: an ca. 25 Tagen pro Monat befinden sie sich auf Streifgängen, denn dort sollte ein Wildhüter sein um die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen!

Baobab Tree

In der Konsequenz hat sich der Druck durch Wilderei auf das Thuma Waldreservat in den letzten 10 Jahren erheblich verringert, mit ansteigenden Tierpopulationen als direkte Folge dessen. Die Elefanten kehrten 1999 ins Waldreservat zurück, nachdem sie die Region aufgrund der Bedrohung durch Elfenbeinjäger in den 80er Jahren verließen. Und die Büffel, die sich noch vor kurzem in kleinen Grüppchen von 3-4 Tieren aufteilten um den Wilderern zu entkommen, trifft man jetzt wieder in Herden von bis zu 30 Tieren an.

Unterdessen haben Freiwillige aus Europa geholfen den Bau der Straßen zu betreuen, Unterkünfte für Wildhüter und Scouts zu errichten sowie Zählungen von Pflanzen und Tieren durchzuführen und die Wildhüter auszubilden.

Durch die Einführung von kleinen Umweltprojekten in den Dörfern um Thuma, strebt W.A.G. seinem Ziel, den Umweltschutz zum Nutzen für Pflanzen, Tiere und den Mensch zu machen, immer weiter entgegen!

Das Thuma Waldreservat erlangt seine alte Schönheit wieder und wir werden weiterhin daran arbeiten, Thuma als eine der Perlen Malawis zu schützen!