Bitte helfen Sie uns, den aktuellen Konflikt zwischen Mensch und Elefant zu lösen!
-> UNTERSTÜTZEN SIE UNS!Mit der Regenzeit hat das Thuma Waldreservat sich wieder einmal in ein wunderbares grünes Paradies verwandelt. Alles wächst in einem unglaublichen Tempo.
Straßen- und Wegeinstandhaltung wird jetzt wieder zu einer wichtigen Angelegenheit, denn viele der Wege werden in und nach der Regenzeit nur schwer passierbar sein und schnell wieder überwuchern.
Volontär Monika Haussmann ist nach fast drei Monaten tatkräftiger Unterstützung unserer Projektarbeiten in Thuma wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Wir werden sie und ihre Kochkünste sehr vermissen.
Auch am Weihnachtstag waren die Scouts mit Edina Kaphuka, Wildhüterin der Malawischen Nationalparkbehörde, auf einer längeren Patrouille unterwegs. Bei ihrer Rückkunft wurden sie mit einem von mir gekochtem Weihnachtsessen überrascht. So feierten wir gemeinsam Weihnachten im Thuma Camp.
Die Elefanten konzentrieren sich in letzter Zeit um dass Basislager und nachts können wir ihrem Grollen, die sich mit Hyänenrufen abwechseln, lauschen. Wir haben jetzt mehrere größere Elefantengruppen von bis zu 18 Tieren mit vielen Jungtieren. Auch die Zahl der Kudus und anderer Antilopen hat zugenommen und sie können regelmäßig gesichtet werden.
Das neue, von der Wildlife Action Group International e.V. finanzierte, Elektrozaun-Teilstück erweist sich als sehr effizient und hat weitere Konflikte zwischen Elefanten und der umliegenden Bevölkerung bisher erfolgreich vermieden, wenn uns auch – wegen des vielen Regens und gelegentlich fallender Äste – der Zaunalarm immer wieder mal auf Trab hält.
Lilongwe- und Linthipe-Fluß führen jetzt Hochwasser und agieren im Moment ebenfalls als natürliche Barriere für Elefanten und Wilderer gleichermaßen.
Leider hat sich auch - wie in jeder Regenzeit – die Tsetse-Fliegen-Population ebenfalls explosionsartig vermehrt und macht das Leben im Busch unangenehm… leider gibt es auch im Paradies immer wieder ein kleines Problem.
Nach verschiedenen Treffen mit der umliegenden Bevölkerung und Regierungsbehörden wurde mit Unterstützung der Wildlife Action Group International e.V. mit den Arbeiten an dem 12 km langen Teilstücks des Elektrozauns an der Ostseite von Thuma begonnen. Nach den Zwischenfällen der letzten Monate begrüßen die Dorfgemeinschaften diese Aktivitäten und unterstützen bei den Rodungsarbeiten und Wegebau.
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WAG Vorstand mit lokalen „chiefs“ |
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Die Einwohner unterstützen das 'Electric fence'-Projekt |
In den letzten Jahren hatten viele Bauern wegen der permanenten Ernteschäden durch die Elefanten ihr Farmland verlassen bzw. konnten nichts mehr anbauen, was oft zu einer ernsten Lebensmittelknappheit geführt hatte. Mit dem Elefantenzaun wird Schaden für die lokale Bevölkerung aber auch für die Elefanten und anderen Tiere vermieden werden.
Bitte unterstützen Sie uns bei der weiteren Verwirklichung
des Elektrozauns
hier.
Eduard Thom und Josamu Lemison sind seit einigen Wochen Teil des Thuma scout teams und werden derzeit ausgebildet.:
Auch der Bau der neuen Unterkünfte für Scouts und Helfer geht voran – sie werden gerade bedacht. Vor allem die Scouts freuen sich schon darauf, in die neuen, komfortablen Häuser zu ziehen, nachdem sie jahrelang in einfachen Grashütten wohnten was durch die großzügige Unterstützung des U.S. Fish and Wildlife Service möglich gemacht wurde, der das Projekt seit einigen Jahren unterstützt.
Während wir uns darüber freuen, mittlerweile sogar regelmäßig vom Base Camp aus Elefanten beobachten zu können, sind die Dickhäuter für die Bauern und ihre Felder an der Ostgrenze des Reservates wieder eine Plage. Erst kürzlich kam es zu einem Zwischenfall in der Gemeinde Mphinzi, nur 3 km außerhalb des Waldreservates, der den Tod eines Dorfbewohners zur Folge hatte. WAG vereinbarte mit dem zuständigen District Commissioner, der Forstbehörde und dem Department of National Parks and Wildlife, die Dorfgemeinden bei der Bewältigung dieses Mensch-Elefanten-Konfliktes zu unterstützen und die Mittel für einen solarbetriebenen Elektrozaun zu beschaffen. Wir bitten um Ihre Unterstützung, um den Zaun so bald wie möglich zu errichten und den einheimischen Dorfgemeinden um das Reservat zu helfen.
Bitte unterstützen sie das 'Electric Fence'-Projekt hier"
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Sammeln von Schlingfallen auf Patrouille |
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WAG Scouts und Freiwillige in der Nähe von Mphinzi |
Die Forstbehörde hat ihre Genehmigung erteilt, und die Bauarbeiten im Thuma Waldreservat konnten beginnen. Im Moment entstehen neue Unterkünfte für die Freiwilligen und die Scouts, ein neues Büro, neue Lagerräume und das Informationszentrum. Der Großteil der Arbeit wurde Handwerkern (z.B. Maurern und Tischlern) aus den Dörfern um Thuma übertragen, die beträchtlichen Profit aus diesem Großauftrag ziehen und in ihre Gemeinden tragen.
Alle Gebäude werden nach der lokal üblichen Bauweise 'mdindo' errichtet, das heißt es wird Lehmboden zu einer formbaren Masse verarbeitet und daraus eine Wand hochgezogen. Unter günstigen Wetterverhältnissen 'wächst' jedes Gebäude um etwa 30 cm pro Tag. Georg Kloeble, Vorstandsmitglied und ehemaliger Vorsitzender der WAG Malawi betreut und koordiniert die Bauarbeiten vor Ort.
Für die Freiwilligen entstehen sechs große Räume mit separater Küche und angrenzender Veranda, die hoffentlich auch Besucher aus Lilongwe anziehen wird. In der Zwischenzeit wurde auch ein Standort für den Bau des Informationszentrums ausgemacht, und der Bau beginnt demnächst. Wir freuen uns schon auf die Eröffnung, denn schließlich kann Besuchern vor Ort dann gezeigt und erklärt werden, was wir mit unserer Arbeit bezwecken. Außerdem werden Gegenstände aus ehemaligen Dörfern und Siedlungen, die noch vor Thumas Ernennung zum Schutzgebiet (1926) in dieser Region ansässig waren.
Um wirklich erfolgreich zu sein, sollte Naturschutz direkt zum Nutzen derer gemacht werden, die auch tagtäglich mit ihr leben. Eines unserer Hauptziele wird in diesem Jahr daher sein, unsere Arbeit in den Dorfgemeinden um die Schutzgebiete der Wildlife Action Group zu erweitern.
Abgesehen davon, dass bereits der Großteil unserer Wildhüter aus den Dörfern aus der Umgebung stammt, versuchen wir auch die einheimische Bevölkerung so oft wie möglich in die Arbeit innerhalb der Reservatsgrenzen einzubeziehen. Dieses Jahr erhielten wir eine beachtliche Geldsumme von unserem Förderverein W.A.G. Support in Europa, um die 10 km lange Straße von der Einfahrt des Reservats bis zum Base Camp instand zu setzen. Die Arbeit wird durch mehrere Dorfvereine verteilt (so genannte CBOs, Community Based Organizations). 85 Prozent des Geldes, das die CBO von W.A.G. für die Arbeit erhält, wird direkt an die Person weiter geleitet, die sie verrichtet hat - in Anbetracht der anstehenden Durststrecke bis zur Ernte im April/Mai eine sehr willkommene Einnahmequelle! Die restlichen 15 Prozent der Einnahmen verbleiben in den Kassen der jeweiligen CBO, die daraus ihre Projekte im sozialen Bereich (Hilfe für die Älteren, die Waisen und die chronisch Kranken) und im Naturschutz-Sektor in den Dorfgemeinden bezahlt.
Mitglieder der CBO in Mvululu beim Schreiben von Projektanträgen. |
Dieses Jahr setzen wir darauf, die Beziehungen und Zusammenarbeit zwischen W.A.G. (Wildhüter und Freiwillige) und den CBOs weiter auszubauen, indem wir noch häufiger Projekte gemeinsam durchführen. Unsere freiwillige Helferin Hanna aus Finnland und die CBOs arbeiten gerade an Projektanträgen für die Produktion von Seife und dem Anbau von Speisepilzen.
Sollten Sie eines dieser Projekte fördern wollen, würden wir uns über Ihre Nachricht freuen! Ihre Unterstützung ist immer willkommen!
Bereits seit 2006 unternimmt W.A.G. (d.h. dessen Wildhüter und Freiwillige) eine jährliche Säugetierbestandsaufnahme, um die Entwicklung der einzelnen Tiergruppen im Reservat zu beobachten. 2008 wurde sie zum dritten Mal in Folge durchgeführt und hat wiederum einige sehr interessante Daten hervorgebracht. Vor allem macht sie es möglich, Daten aus 2008 mit denen aus 2007 und 2006 zu vergleichen und Entwicklungen abzusehen. Wir freuen uns sehr darüber, dass auch die diesjährige Studie die positiven Trends zu bestätigen scheint, die wir auf den Streifgängen über das Jahr verteilt vermuteten.
Eine (englische) Zusammenfassung der 'Thuma F.R. Mammal Survey 2008' finden Sie auf : www.africanconservation.org/dcforum/DCForumID5/454.html
Die komplette (englische) 'Bestandsaufnahme der Säugetiere im Thuma Waldreservat 2008' gibt es zum Download hier: www.wag-malawi.org/ThumaFR_Mammal_Survey_2008.pdf